Dieses Wochenende öffnet der Bruno-Weber-Park wieder seine Tore. Aber es gibt noch viel zu tun. Quelle: Bettina Hamilton-Irvine

Dieses Wochenende öffnet der Bruno-Weber-Park wieder seine Tore. Aber es gibt noch viel zu tun.

Quelle: Bettina Hamilton-Irvine

Der neue Stiftungsrat des Bruno-Weber-Parks hat Grosses vor: Das Team hat ein Konzept erarbeitet, das die Zukunft des Skulpturenparks bis 2036 plant. Dieses Wochenende wird der Park wieder eröffnet – doch nun braucht es dringend Gönner.

von Bettina Hamilton-Irvine

Noch vor wenigen Monaten sah es äusserst düster aus für den Bruno-Weber-Park auf der Grenze zwischen Dietikon und Spreitenbach. Ende Oktober wurde der Skulpturenpark aufgrund massiver finanzieller und struktureller Probleme geschlossen. Der Stiftungsrat war geschlossen zurückgetreten, die kommissarische Stiftungsrätin entliess das Personal.

Nun gibt es wieder Hoffnung für den Park des 2011 verstorbenen Dietiker Künstlers. Und vor allem: Es gibt ein langfristiges Konzept. Dieses stellte der neue Stiftungsrat, der seit Ende letztem Jahr im Amt ist, am Dienstagmorgen vor.

Der Bruno-Weber-Park ist gerettet - so berichtete Tele M1:

Das Dreierteam, das eng mit der Witwe des Künstlers, Maria Anna Weber, zusammenarbeitet, hat nun auch die Geschäftsleitung des Parks übernommen. Man habe diese Doppelrolle mit der Stiftungsratsaufsicht des Kantons Aargau abgeklärt, sagte Lukas Strittmatter, der für die Finanzen zuständig ist: «Das ist absolut rechtens.» Für Kunst und Kommunikation ist Stiftungsratspräsidentin Isabelle Cart zuständig, für Architektur ihr Ehemann Eric Maier.

Ziel: Offen an sechs Tagen pro Woche

Das Dreierteam hat in den letzten Monaten gemeinsam mit Maria Anna Weber in intensiver Arbeit ein Konzept erarbeitet, das Ziele für die nächsten drei, sieben und 21 Jahre festsetzt. Für die nächsten drei Jahre geht es vor allem um Sicherheit – es wird jede einzelne Skulptur überprüft – und den Erhalt der Infrastrukturen und Betriebseinrichtungen.

In sieben Jahren könnte der Park mit einem neuen Beleuchtungskonzept auch Nachtführungen anbieten können. Zudem soll dann, als «ganz grosse Herausforderung», wie Maier sagte, die Sanierung des Wohnhauses von Maria Anna Weber im Fokus stehen. Bis in 21 Jahren ist geplant, das «Haus der Wandlung» mit der Raupengruppe über dem Wassergartensaal fertiggestellt zu haben.

Bis dann soll der etappenweise sanierte Parkbetrieb optimiert und an sechs Tagen in der Woche offen sein. Zudem ist das Ziel, dass die ganze Anlage unter Denkmalschutz steht.

Zuerst einmal geht der Park aber bereits am Samstag, 4. April wieder auf. Es sei sehr aufwendig gewesen, gleichzeitig die Wiedereröffnung vorzubereiten und das Konzept für die nächsten Jahre zu erstellen, sagte Cart, die gemeinsam mit Maier in den letzten Monaten «mehr als 100 Prozent» dafür gearbeitet hat. Das nächste grosse Ziel ist nun die Suche nach Gönnern. Um den Zeitplan einhalten zu können, braucht der Park dieses Jahr mindestens eine halbe Million Franken.

(az Limmattaler Zeitung)

Comment