Erste Schritte als Architekt und Das Experiment Beton

Sein neues „Schönwetteratelier“ plante der Künstler nach Pariser Vorbild (Baueingabe 1961) und realisierte dieses 1962 - 1963. Bald inspiriert vom Umgang mit Beton ahnt Bruno Weber nicht, dass die Kombination seiner Experimentierlust und diesem unscheinbaren Verbundwerkstoff zu einem nicht enden wollenden Hang zum Gesamtkunstwerk führen und sein Schaffen lebenslang erfüllen wird. Auf Spuren der Sage von Felix und Regula führten ihn phantasiegegossene Hirsche weit über das Tafelbild, den Üetliberg und die Schweiz hinaus, zu Toren und Fabelwesen mit kaum merklichen, fliessenden Übergängen zwischen Natur und Kultur. Selbst entwickelte Techniken für die Ausarmierung, die Herstellung der Schalungen und den entsprechenden Gussverfahren erlaubten dem Künstler, seine Skizzen und Entwürfe entsprechend umzusetzen. Zu diesen Verfahren gehörten vor allem auch die plastische Ausformung komplexer Negative in Lehm. Parallel zum Haus verwandelte sich auch der zusehends von Fabelwesen bewohnte Zaubergarten (erste Aussenskulptur: Quellgöttin, 1970). Bruno Webers Vision vom Bauen und Wohnen in Einklang mit der Natur lösten kreative Prozesse aus, welche die baubehördlichen Vorgaben mehr als einmal untergruben.


Atelier Bruno Weber