Bruno Weber

(*1931 Dietikon, †2011 Spreitenbach) 

Die eigenwillige Bauform findet ihre Entsprechung in einer irritierenden Innenarchitektur. Die Räume und ihr Schmuck scheinen zugeschnitten auf den Lebensstil und die Gefühlswelt des Entwerfers wie ein steinernes Kleid.
— P.K. Wehrli, (Aus Buch „Die Kraft der Phantasie, S. 17)

Kunstmaler, Bildhauer, Erdarbeiter, Zimmermann, Maurer, Maler, Plattenleger, Gipser, Architekt und Gestalter des Gesamtkunstwerks „Weinrebenpark“ am Waldrand oberhalb Dietikon und Spreitenbach, entstanden in einem über 50-jährigen, nicht enden wollenden Bauprozess.

Als Kind und Jugendlicher verschrieb sich Bruno Weber der Malerei. Ermuntert durch den Schweizer Maler Max Gubler besuchte er die Kunstgewerbeschule in Zürich. Seine Lehrer waren der Bauhaus-Künstler Johannes Itten und der Bildhauer Ernst Gubler. Auf Wunsch seiner Eltern folgte eine Lehre als Lithograph bei Orell Füssli in Zürich. Im Waldstück zur Weinrebe oberhalb Spreitenbachs erhält Weber vom Vater ein kleines Feldatelier; er arbeitet als Maler, Radierer und Lithograf. 

Im Zusammenhang mit der Vergrösserung des Ateliers 1962 zum ersten Mal Auseinandersetzung mit Fragen der Statik. Lernt das Arbeiten mit Beton, der zu seinem wichtigsten Baumaterial wird. Als Architekt, Betonplastiker, Landschaftsgestalter und Möbeldesigner Autodidakt beginnt er, seinen ganzen Lebensraum umfassend zu gestalten. Der erste Bau bildet die Urzelle des Bruno Weber Parks.