VISIONEN

Das hier als Kurzversion vorgestellte Konzept zur Zukunftsplanung des Bruno Weber Parks wird von gezielten Marketingmassnahmen zur Steigerung seines nationalen und internationalen Bekanntheitsgrades begleitet. Eine davon ist die Aktivierung des touristischen Potentials durch sinnvolle Vernetzung mit Spezialisten aus den Bereichen Touristik, Architektur und Kunst. Die Themenvielfalt des Künstlers eröffnet breite Interessensgebiete. Mehr als ein Dutzend ausführlich dokumentierte Projekte laden Gönner und Förderer dazu ein, sich für ein Kapital einzusetzen, welches mindestens so wichtig ist, wie das dafür benötigte Geld im zweistelligen Millionenbereich: die künstlerische Phantasie! Im Sinne von Ben Vautiers oder auch René Magrittes beschriebenen Tafelbildern die Parole: «Ceci c’est une vision!»
— Isabelle Cart, Kuratorium

KONZEPT 3•7•21

Das Konzept 3•7•21 beschreibt und dokumentiert die geplanten Entwicklungs-, Sanierungs- und Ausbauphasen in Abschnitten von drei, sieben und einundzwanzig Jahren, mit einem Zwischenschritt von elf Jahren. Die Koordination der verschiedenen Einzelabläufe wird laufend abgestimmt mit den sich eröffnenden Weiterführungs-, Inszenierungs- und Verknüpfungsmöglichkeiten... die nächste Baustelle steht vor der Tür.

Die grosse Projekt- und Themenvielfalt führt zu einem mehrstufigen Marketing Konzept, welches Geldgeber auf unterschiedlichen Ebenen und mit unterschiedlichen "Preisschildern" anspricht. Gönner entscheiden sich für die Unterstützung von Teilprojekten oder auch für  "Event-Gönnerpakete", welche individuelle Veranstaltungen mit dem faszinierenden Einblick in das reiche Schaffen Bruno Weber's kombinieren. Der Bruno Weber Park liegt am Rande einer Wohnzone und ist ein Kulturgut. Events mit erhöhten Emissionen, beispielsweise Hochzeiten oder Parties, können  im Park nicht durchgeführt werden. Nebst 100 offenen Tagen bietet der Bruno Weber Park Führungen an. Programme mit Workshops, Seminaren oder Ausstellungen werden dann aufgenommen, wenn es die finanzielle Genesung der Bruno Weber Stiftung erlaubt. Seit Neustart 2015 in Ausführungsplanung/Umsetzung: die Reorganisation des Parkbetriebs, Ordnung im Aussenraum, Reorganisation Kassa, Kiosk, Atelier, Büro, Archiv und Werkstatt.

Der Bezug zu Bruno Weber's Schaffen und der damit verbundene Stiftungszweck wird mit frischem Blick ins Zentrum gestellt. Beispiel: Teilprojekt 2.8 Sicherung / Gesamtsanierung Modell Weinrebenpark (1990) Masstab 1 : 25. Mit diesem Modell war Bruno Weber 1991  in Harald Seemann's Ausstellung "Visionäre Schweiz" im Kunsthaus Zürich sowie weiteren Museen in Madrid und Düsseldorf vertreten. Die wieder zusammengefundenen Teile des von Bruno Weber und Modellbauer Peter Bissegger realisierten Modells sollen wieder zur Ganzheit finden und dem Publikum zugänglich gemacht werden. Aus heutiger Sicht wird es zur spannenden Zeitkapsel zwischen Realität und Vision. Bruno Weber's Wandlungen durch den Prozess der Planungen und Ausführungen zwischen 1990 und heute werden erkennbar und bereichern den Parkbesuch als Entdeckung, Spaziergang und Erlebnis. Der Bruno Weber Park, Work in Progress, unser aller Gesamtkunstwerk.

Bruno Weber (1931 - 2011) "Weinrebenpark", 1991. Modell der sich seit 1964 im Bau befindlichen Anlage mit bestehenden und geplanten Gebäuden, Skulpturen und Monumenten im Masstab 1:25. Das Modell entstand in Zusammenarbeit mit Peter Bissegger für die Ausstellung "Visionäre Schweiz",  1991 , Kuratorium und Katalog:                  Harald Szeemann  Polyester, Gips, Kaschiermaterial, Holz, Kunststoff, Acryl, Poyuretan, Pflanzen: Fünf Teile, 200 x 500 x 300 cm. Unterbau aus 23 Beinsäulen nach Formen von Bruno Weber. 

Bruno Weber (1931 - 2011)

"Weinrebenpark", 1991. Modell der sich seit 1964 im Bau befindlichen Anlage mit bestehenden und geplanten Gebäuden, Skulpturen und Monumenten im Masstab 1:25. Das Modell entstand in Zusammenarbeit mit Peter Bissegger für die Ausstellung "Visionäre Schweiz",  1991 , Kuratorium und Katalog:                  Harald Szeemann 

Polyester, Gips, Kaschiermaterial, Holz, Kunststoff, Acryl, Poyuretan, Pflanzen: Fünf Teile, 200 x 500 x 300 cm. Unterbau aus 23 Beinsäulen nach Formen von Bruno Weber. 

 

Teilprojekte ausgeführt 2015 oder in laufender Ausführung

  • Freilegung Ausblick Längsachse zwischen Theaterplatz, Schlangenteich und Spreitenbach: Rückbau des Festzeltes
  • Entrümpelung und Rückbau Ponystall, Wiederherstellung Böschung, Abschluss Parkierung mit Hahn und Huhn Skulpturen
  • Erstellung Kassahaus Kiosk als temporäre Doppelcontainer-Anlage
  • Sockelgeschoss Wassergarten: Ausbauten Kulturgüterrraum als Lager BIldwerke, Archiv und Dokumentation
  • Sockelgeschoss Wassergarten: Umnutzung Parkbüro / Sekretariat / Atelier / Besucherzentrum als Provisorium
  • Sicherungen und Bestandsaufnahmen / Start Inventur Skulpturen

3-Jahresplan – bis 2018

Die Betriebseinrichtungen und Infrastrukturen für den Erhalt, die Lagerung und den laufenden Unterhalt, aber auch für die Produktion hinsichtlich des Weiterbaus werden sichergestellt. Aufbau des Archivs, Recherchen zu Chronologie und verwandten Bezugssystemen in Architektur und Kunst, vergleichbare Kunst- und Parkanlagen im In- und Ausland.

Teilprojekte (Auswahl)

  • Sockelgeschoss Wassergarten: Ausbauten Parksekretariat/Büros und Modelllbau-Atelier als Provisorium, Büroeinrichtungen mit Parksekretariat, Bruno's Lounge als Besucherzentrum und Veranstaltungsraum mit bestehender Cheminée-Anlage 
  • Schutzlager GFK-Formen (Schalungen) als temporäre Installation auf Flachdach Wassergarten
  • Sanierung Modell Weinrebenpark 1991 Mst. 1:25 zu Studien- und Ausstellungszwecken
  • Verkehrs-Signalisationen und Infotafeln in Zusammenarbeit mit der Stadt Dietikon
  • Handänderung LIG Spreitenbach Nr. 2219, 2241 und 2956
  • Weiterführung Inventur des Gesamtwerkes
  • Wissenschaftliche Aufarbeitung und Dokumentation
  • Kunst-, Kultur- und Architekturvermittlung: Kooperationen mit öffentlichen und privaten Kulturförderungs-institutionen 

7-Jahresplan – bis 2022

Im Fokus des 7-Jahresplanes  steht die Sanierung und Instandhaltung des bestehenden Wohnhauses mit Turm. Parallel dazu kommt es zu ersten Erschliessungsmassnahmen für die behindertengerechte / barrierenfreie Begehung. So mit dem Z-Bau in Verbindung zum Wassergarten Sockelgeschoss mit Unterterrain-Ausstellungsraum für das sanierte Modell Weinrebenpark. Der unterirdische Erschliessungs- und Ausstellungstrakt erfolgt quer zu den beiden Längsachsen des Parkgeländes. Ebenfalls im 7-Jahresplan angesiedelt ist das Sanierungskonzept Skulpturen im Bereich Konservierung. Qualitätssicherung in den Bereichen Konservierung und Lagerung, Skulpturenherstellung, Kunst- und Architekturvermittlung. Veröffentlichung von Projektaktualitäten, erarbeiteten Recherchen, Einbindung in den zeitgenössischen Kontext. Katalogisierung des Gesamtwerkes für ein öffentlich zugängliches, interaktives Archiv und Werkverzeichnis als Work in Progress. Lebens- Schaffens und Projektphasen Bruno Weber's werden beleuchtet: als Kunstmaler, Graphiker, Zeichner, Plastiker, Architekt und visionärer Schöpfer des Gesamtkunstwerkes Weinrebenpark. 

 

Teilprojekte (Auswahl)

  • Zonenabtausch, Handänderung LIG Spreitenbach Nr. 2219
  • Doppelpyramide Neuerrichtung als Info-Pavillon im Zugangsbereichzum Bruno Weber Park
  • Unterterrain Z-Bau in Verbindung zum Sockelgeschoss, als Ausstellungsraum für das Modell 1991 und mit grosszügiger Treppenanlage auf Flachdach zur künftigen Raupengruppe
  • Gesamtsanierung Wohnhaus mit Turm
  • Kunstlicht Aussenräume: Inszenierung der Anlage und sichere Wegbeleuchtung für Nachtbesuche.
  • Sanierung diverser Skulpturen: Quellgöttin, Tag- und Nachttor,  Hirschallee (Auswahl)
  • Aufwertung Bruno Weber Weg ab Bhf. Dietikon, Planung Zweitzugang Spreitenbach
  • Aufwertung Familiengartenweg mit Stelen/Beleuchtung
  • Projekte Kultur und Bildung: Kunst-, Kultur- und Architekturvermittlung (kantonale und private Kooperationen)
  • Konservatorische und digitale Aufarbeitung von Archiv und Dokumentation, hin zum Werkverzeichnis
  • Veranstaltungsprogramm Ausstellungen und Kulturevents
7-Jahresplan, bis 2022: Sanierung Wohnhaus mit Turm 

7-Jahresplan, bis 2022: Sanierung Wohnhaus mit Turm 


11-Jahresplan – bis 2026

Der 11-Jahresplan als Zwischenetappe beinhaltet die Rekonstruktion des Pavillons für das Sophie Weber Museums sowie den Bau des rückseitig angebauten Schaulagers (Depot Negativformen). Highlight dieser Etappe ist die Vollendung „Haus der Wandlung“ mit der Raupengruppe. Bruno Weber's Sehnen nach diesem Bauwerk währte Jahrzehnte. Bis zu seinem Lebensende beschäftigten ihn seine Skizzen und Gedanken dazu: 
 "Die Raupe verkörpert das Symbol der Metamorphose und soll in meinem Garten weit mehr als nur ein dekoratives Moment sein. Das begehbare Objekt soll dem Besucher auf Schritt und Tritt die unablässige Verwandlung der Welt und der eigenen Person durch alle Sinne bewusst werden lassen." (Bruno Weber)

 

 

Teilprojekte (Auswahl)

  • Die Raupengruppe als Haus der Wandlung über dem Wassergarten. 
  • Ersatzneubau Rekonstruktion Pavillon mit Sophie Weber Museum und rückseitigem Schaulager. Einbindung Betriebswerkstatt mit Untergeschoss zu Lagerzwecken
  • Erweiterung Rampen, Wege, Plätze zur Erzielung einer behindertengerechten Erschließung über Grossteile der Parkanlage
  • Sanierung diverser Skulpturen:  Drachentor, Wiener Eule (Auswahl)
  • Kunstlicht Aussenräume / Skulpturen, Inszenierung für Nachtbesuche
  • Ziel: Park mit 6-Tages-Betrieb (Mo. jeweils geschlossen)
  • Regionale, schweizweite und internationale Vernetzung. Interdisziplinäre Kunst-, Kultur- und Architekturvermittlung für breite und spezifische Besucher- und Interessengruppen
  • Konservatorische und digitale Aufarbeitung von Archiv und Dokumentation, Werkverzeichnis
  • Veranstaltungsprogramm Ausstellungen und Kulturevents 
Das 2012 im Wassergarten fertiggestellte Sockelgeschoss, Visualisierung (Skizze Bruno Weber) der darauf geplanten Raupengruppe.

Das 2012 im Wassergarten fertiggestellte Sockelgeschoss, Visualisierung (Skizze Bruno Weber) der darauf geplanten Raupengruppe.

Raupengruppe innen, skizziert von Bruno Weber

Raupengruppe innen, skizziert von Bruno Weber

21-Jahresplan – bis 2036

Der 21-Jahresplan optimiert den etappenweise sanierten Parkbetrieb, fördert den interdisziplinären Kunst- und Kulturaustausch im In- und Ausland (Forschungsgebiete: Kunst und Architektur, Gesellschaft und Lebensraum).  Ziel: Unterschutz-Stellung der Gesamtanlage Bruno Weber Park.

Der Weg für die Realisierung weiterer Visionen von Bruno Weber steht der Nachwelt offen.

 

Teilprojekte (Auswahl)

  • Erstellung Liebesgarten mit Weiheranlagen und Skulpturen innerhalb der nördlichen, bestockten Schutzwald-Fläche
  • Ergänzende Infrastruktureinrichtungen, Komplettierung Aussenräume mit Spielplatz und  Grillstationen
  • Sanierung diverser Skulpturen: Stierenpaar (Kuh- und Stier-Pavillon), Wiener Eule mit Eulen-Kaffe im Erdgeschoss (Auswahl)
  • LIG Spreitenbach Nr. 2242: ergänzende Bauten, Skulpturen und Plastiken. Kopfhäuser im Obstgarten im südlichen Park-Erweiterungsbereich
  • Regionale, schweizweite und internationale Vernetzung Projekte Kunst-, Kultur- und Architekturvermittlung
  • Konservatorische und digitale Aktualisierung von Archiv, Dokumentation und Werkverzeichnis
  • Veranstaltungsprogramm Ausstellungen und Kulturevents 
  • Visionen Bruno Weber Park, Work in Progress
Bruno Weber's Weinrebenpark in Spreitenbach, Richtplan und Projekt 1977 gezeichnet von Charles v. Büren, Architekt (Detailansicht mit Liebesgarten)

Bruno Weber's Weinrebenpark in Spreitenbach, Richtplan und Projekt 1977 gezeichnet von Charles v. Büren, Architekt (Detailansicht mit Liebesgarten)